KAMPF GEGEN TIERVERSUCHE

Die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ist eine Hochburg für Tierversuche.
Es ist immer schwierig für die Bürger, die in großer Zahl tierquälerische und wissenschaftlich fragwürdige Versuche ablehnen, Informationen über das tatsächliche Geschehen zu bekommen.
Deshalb hat sich der Tierschutzverein Düsseldorf e.V. die Aufgabe gestellt, endlich hinter die verschlossenen Türen zu schauen und die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Wir wollen bessere Wissenschaft, moderne, sichere Verfahren, keine Geldverschwendung und erst recht keine Gräueltaten mehr.
Wir und interessierte Bürger stellen Fragen. Höflich, offen und präzise.
Und wir erwarten Antworten von der Uni. Ehrlich, direkt und umfassend.
Der erste Schritt auf einem Weg ohne Umkehr zur Abschaffung der Tierversuche.

WAS BISHER GESCHAH

Mit der Hilfe unserer Unterstützer bekamen wir nur eine erste Antwort.
Wir wollen aber mehr wissen!

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

wir wenden uns erneut an Sie, mit der eindringlichen Bitte, endlich die drängenden Fragen bezüglich der Tierversuche an der HHU in Düsseldorf zu beantworten. Wie Sie bemerkt haben, lassen wir uns nicht von Ignoranz und Wegducken abschrecken. Im Gegenteil, wir haben Unterstützer und Mitstreiter zahlreicher Vereine und Verbände für uns gewinnen können.

Im Berliner Koalitionsvertrag, der derzeit zwischen den Parteien abgestimmt wird, will Rot-Rot-Grün Berlin zur Hauptstadt der Alternativen zum Tierversuch machen. Dies sollte für uns in NRW Vorbild sein. Das Ziel: Düsseldorf wird die Nr. 1 in NRW in Sachen fortschrittlicher tierversuchsfreier Forschung.

Ob Sie es nun glauben oder nicht, immer mehr Menschen wünschen sich eine Wissenschaft, die glaubwürdig, verständlich, sicher und ethisch vertretbar ist.

Der Schriftsteller George Bernhard Shaw formulierte es so:

„Wer in der Lage ist, Tierversuche durchzuführen, ist auch in der Lage, Lügen darüber zu verbreiten.“

Bitte bleiben Sie in Ihrer Antwort bei der Wahrheit, auch wenn es nicht ganz leicht ist. Ihr beharrliches Schweigen nährt den Verdacht, dass die HHU Gräueltaten an Tieren verbirgt.

Hier finden Sie Ihre letztmalige Möglichkeit, die Fragen zu beantworten:

- Mit öffentlichen Geldern in welcher Höhe wurden Forschungsvorhaben finanziert, in denen Tierversuche zum Einsatz kamen?
- Welche Maßnahmen ergreifen Sie für eine moderne, tierversuchsfreie Forschung?
- Welche Maßnahmen ergreifen Sie für eine tierversuchsfreie Aus- und Fortbildung?
- Für welche Arten von Versuchen wurden Tiere sie eingesetzt bzw. getötet?
- Warum ist es allen interessieren Bürgern und Vereinen unmöglich Einblicke in die hermetisch abgeriegelte Tierversuchsanlage zu erhalten? Um eine Antwort bis zum 31.01. 2017 wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen
Ein Bürger, der Tierversuche ablehnt

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

leider haben Sie unsere Fragen nicht beantwortet. Wir lassen uns nicht mit Allgemeinphrasen abspeisen und FRAGEN SIE DAHER ERNEUT:

Wie viele wurden getötet? Für welche Arten von Versuchen wurden sie eingesetzt bzw. getötet?

- Mit öffentlichen Geldern in welcher Höhe wurden Forschungsvorhaben finanziert, in denen Tierversuche zum Einsatz kamen?

- Welche Maßnahmen ergreifen Sie für eine moderne, tierversuchsfreie Forschung?

- Welche Maßnahmen ergreifen Sie für eine tierversuchsfreie Aus- und Fortbildung?

- Warum ist es allen interessieren Bürgern und Vereinen unmöglich Einblicke in die hermetisch abgeriegelte Tierversuchsanlage zu erhalten?

Mit freundlichen Grüßen
Ein verärgerter Bürger

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

zunächst bedanken wir uns für Ihre Nachricht zur Beantwortung der von uns und zahlreichen weiteren Interessenten gestellten Fragen.

Mit Interesse haben wir zur Kenntnis genommen, dass in der HHU aktuell 21.200 Tiere gehalten werden. Die Frage nach der Anzahl der durchgeführten Tierversuche beatwortet dies nicht. Ebenso wenig wie die berechtigten Fragen nach Tötungen und Art und Weise der Versuche.

Wir haben konkrete Fragen gestellt, die Sie wortreich mit Allgemeinplätzen beantwortet haben. Bürger, die ihr Recht auf Information einfordern, sind nicht automatisch „besorgt“, inzwischen aber verärgert und irritiert, weil sie mit platten Argumenten abgespeist werden. Darüber hinaus haben Sie alles andere, z.B. das Interesse an den finanziellen Aufwendungen oder der Möglichkeit eines tierverbrauchsfreien Studiums komplett ignoriert. Was soll das? Auch die Antworten auf Fragen nach alternativen Forschungsmethoden, die Tierversuche zukünftig ersetzen sollen: Fehlanzeige!

Sowohl die EU als auch die Wissenschaftsministerin von NRW, Frau Svenja Schulze versprechen eine schrittweise Verringerung, bis hin zur völligen Abschaffung aller Tierversuche.

Bitte verinnerlichen Sie, dass Sie uns bei derartig oberflächlichem Vorgehen nicht zufrieden stellen. Wir stellen nochmals die gleichen Fragen mit der Bitte um transparente Aussagen. Zu Ihrer Information sei bemerkt, Hinhaltetaktik und leere Worte deuten darauf hin, dass Sie an einem aktiven Dialog über Tierversuche mit uns und den Bürgern nicht interessiert sind. Wir werden daher weitere mediale Maßnahmen einleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Monika Piasetzky Vorsitzende

Sehr geehrte Damen und Herren,

gemeinsam mit anderen besorgten Bürgern bzw. Mitgliedern des Tierschutzvereins Düsseldorf haben Sie sich mit einigen Fragen zum Thema „Tierforschung“ an die Heinrich-Heine-Universität gewandt. Ihrer Bitte, die Fragen zu beantworten, kommen wir gerne nach.

Gestatten Sie uns zunächst einige wichtige Erläuterungen zur Tierforschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Universität betreibt die Zentrale Einrichtung für Tierforschung und wissenschaftliche Tierschutzaufgaben (ZETT), Wissenschaftler erforschen, wie komplexe lebende Organismen funktionieren und wie Krankheiten den Körper angreifen. Daraus gewinnen sie wertvolle Erkenntnisse, die dazu beitragen, wirksame Medikamente und Therapien zu entwickeln sowie Krankheiten vorzubeugen. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Ohne diesen Beitrag wäre medizinischer Fortschritt nachweislich nicht in vollem Umfang möglich. Mit ihm hingegen können mittel- und langfristig Krankheiten besiegt bzw. Erkrankungen vermieden werden, die Menschen leiden und sterben lassen würden.

Dieses Ziel bestimmt unsere Haltung als Universität, die sich verpflichtet sieht, durch ihre Forschung einen nachhaltigen gesellschaftlichen Nutzen zu stiften. Dabei sind sich unsere Wissenschaftler ihrer Verantwortung gegenüber den Tieren stets bewusst. Aus diesem Grund unterstützen wir dort, wo es möglich ist, die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen, die u.a. durch Einrichtungen wie das CERST (Centrum für Ersatzverfahren zum Tierversuch in Düsseldorf CERST NRW) entwickelt werden. Nach heutigem Stand der Wissenschaft lassen sich jedoch einige Forschungsergebnisse ausschließlich über Tierforschung erzielen. Das hat seinen Grund darin, dass die Forschung an Zellkulturen oder mithilfe von Computermodellen der Komplexität eines lebenden Organismus’ noch nicht gerecht wird. Auch aus diesem Grund schreibt der Gesetzgeber Tierversuche als Voraussetzung für eine Zulassung einer klinischen Prüfung am Menschen vor.

Aktuell werden rund 21.200 Tiere in der ZETT gehalten, davon 98 Prozent Mäuse und Ratten. Weiterhin gibt es Tierforschungsprojekte mit Fischen und Fröschen, Schweinen, Marmoset-Äffchen, Hunden, Katzen und Schafen. Sie werden eingesetzt entsprechend der Forschungsschwerpunkte unserer Universität zu den grundlegenden Fragen: Wie entstehen Herz-Kreislauf-, Leber-, Infektions- oder Krebserkrankungen und wie kommt es zu Neurodegeneration. Dabei stellen die Tierversuche nur einen Teilaspekt der gesamten Forschung dar. Eine Vielzahl der Untersuchungen erfolgt vorab an isoliertem Zellgewebe oder Geweben. Die Tierforschung unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben und Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden. Tierforschungsvorhaben werden nur dann genehmigt, wenn sie alternativlos sind, das heißt, nicht durch Computer-Simulationen oder der Forschung an Zellgewebe ersetzt werden können. Auch muss die Forschung an Tieren auf ein Minimum reduziert bleiben. Das gilt ebenfalls für den Einsatz in der Lehre.

Wir hoffen, dass wir Sie mit diesen ausführlichen Erläuterungen zum Thema Tierforschung ausreichend informieren und den Standpunkt der Heinrich-Heine-Universität dazu deutlich machen konnten. Falls Sie sich weiter informieren möchten, verweisen wir gerne auf die Webseite des

ZETT:
http://www.medizin.hhu.de/forschung/forschungsschwerpunkte/forschungseinrichtungen-an-der-medizinischen-fakultaet/zett.html

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an diesem Thema!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Team Öffentlichkeitsarbeit ZETT

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Steinbeck,

in aller Höflichkeit möchten wir Ihnen heute ein paar wichtige Fragen stellen, die uns alle interessieren und auf die wir nun endlich eine Antwort erwarten.

- Welche Tiere (Arten und Anzahl) wurden 2015 in der Tierversuchsanlage der HHU gehalten?

- Wie viele wurden getötet? Für welche Arten von Versuchen wurden sie eingesetzt bzw. getötet?

- Mit öffentlichen Geldern in welcher Höhe wurden Forschungsvorhaben finanziert, in denen Tierversuche zum Einsatz kamen?

- Welche Maßnahmen ergreifen Sie für eine moderne, tierversuchsfreie Forschung?

- Welche Maßnahmen ergreifen Sie für eine tierversuchsfreie Aus- und Fortbildung?

Bitte antworten Sie uns bis zum 30.6.2016.

Mit freundlichen Grüßen
Ein besorgter Bürger

OFFENE BRIEFE

Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze,

der Tierschutzverein Düsseldorf versucht derzeit zusammen mit vielen Unterstützern, die Heinrich-Heine-Universität in unserer Stadt zu Transparenz über die dort vorgenommenen Tierversuche zu bewegen. Zudem möchten wir mehr Aufwind für die tierversuchsfreie Forschung sowie die Möglichkeit eines tierverbrauchsfreien Studiums erreichen. Leider bisher ohne Erfolg.

Im Berliner Koalitionsvertrag, der derzeit zwischen den Parteien abgestimmt wird, will Rot-Rot-Grün Berlin zur Hauptstadt der Alternativen zum Tierversuch machen. Dies sollte für uns in NRW Vorbild sein. Das Ziel: Düsseldorf wird die NR. 1 in NRW in Sachen fortschrittlicher tierversuchsfreier Forschung.

Mit der Förderung des Centrums für Ersatzmethoden zum Tierversuch in Düsseldorf (CERST) hat die Landesregierung einen guten Anfang gemacht. Damit Ihr Ziel, sehr geehrte Frau Ministerin Schulze, Tierversuche möglichst vollständig zu ersetzen, erreicht werden kann, müssen nun weitere Maßnahmen folgen.

Eine erste Maßnahme auf diesem Weg ist die Herstellung von Transparenz bezüglich der Tierversuche an der HHU sowie mehr Unterstützung für die tierversuchsfreie Forschung und die Möglichkeit eines tierverbrauchsfreien Studiums.

Deswegen bitten wir Sie um Ihre Unterstützung bei diesem Anliegen.
Über ein persönliches Gespräch würden wir uns sehr freuen.
Die bisherigen Aktionen finden Sie unter www.tierversuche-ohne-uns.de

Mit freundlichen Grüßen

Monika Piasetzky
Vorsitzende

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